#1

Kleine Geschichten ^^

in Tagebuch 08.05.2010 10:48
von Paulchen | 355 Beiträge

Ab und zu Schreib ich mal kurze Geschichten, diese werde ich mal hier reinschreiben, die erste hab ich im dezmber 08 geschrieben ^^

Gefährlicher Wald

Lenas Eltern waren schon schlafen gegangen, als das kleine Mädchen ihre Schulsachen zusammenlegt und sie in die Schultasche gepackt hatte. Sie holte sich ein Glas mit Milch und ging dann ins Bett. Lena war erst neune Jahre alt und in der 4ten Klasse. Sie hatte sich aus ihrem Bett geschlichen, um nachzusehn, ob ihre Eltern schon schliefen und dann ihre Hausaufgaben für Morgen zu machen, was sie aber abgebrochen hatte, nachdem sie das Bett ihrer Eltern quietchen gehört hatte. Ihre Mutter hieß Katharine, war 32 und ihr Vater hieß Mahtias und war 33 Jahre alt. Dann stand Lena plötzlich aus ihren Bett auf und die Uhr im Wohnzimmer schlug 23 Uhr. Lena merkte natürlich nicht, dass sie aufgestanden war, sie schlafwandelte mal wieder. Diesmal war es aber anders, denn diesmal zog sie sich ihre warmen Stiefel und den Seemansmantel ihrer Mutter an, der ihr natürlich viel zu groß war, dann öffnete sie die Haustür und ging raus. Ihr Nachtbar, Johnas Westmann begrüßte sie: "Guten Abend. Ist es nicht etwas zu spät für dich?", doch Lena ging weiter. In der nächsten Straße hing Thomas mal wieder am Zaunfahl, er bat sie: "Ach komm schon, häng mich ab, ich geh auch in der Schule freiwillig in die Fischtonne.", doch Lena antwortete nicht und ging einfach weiter Richtung Wald. Thomas schrie ihr hinterher: "Bitte!", aber Lena gab immer noch keine Antwort. Sie ging auf einen schmalen Trampelpfad, vor dem Wald stand ein verdrecktes und altes schild, auf dem stand "Vorsicht: Betreten nur mit Begleitung und Erlaubnis vom Staat!" Doch natürlich bemerkte Lena es nicht, denn eigenthlich schlief sie. Es war Vollmond und der 13. Freitag. Im Wald wuchsen überall Diesteln, Brenneseln und Dornen waren auch da, sodass Lenas Beine zerkratzt wurden. Es war stckdüster und die Bäume waren so groß, wie Hochhäuser. Je tiefer sie in den Wald ging, desto größer wurden die Bäume. Sie blieb an einer roten Linie stehen. Irentwo im Wald musste eine Uhr stehen, denn das Geräusch, einer tickenen Uhr hallte im mittleren Teil des Waldes. Neben Lena stand ein rotes schild, wo mit schwarzer Schrift draufstand "Weitergehen verboten!!!". Das schild war, wie neu. Aber auch dieses Beachtete Lena nicht, sie wurde von irgentetwas angezogen, sodass sie über die rote Linie trat. Nun hallte eine tiefe und bedrohliche Stimme im Wald: "Komm zu mir, komm zu mir! Ich brauche mehr BLut, mehr energie! Los, komm endlich zu mir!" Kurz, bevor ihre Eltern wegen eines unguten Gefühls die Augen aufmachten, wachte Lena auf und sah nur zwei grüne Augen, bevor sie starb.
Ihre Eltern suchten nach Lena im ganzen Haus, da sie aber nicht zu finden waren, rief Lenas Mutter die Polizei an und ihr Vater fragte die Nachtbarn, er fand herraus, dass sie richtung Wald gegangen sei und voller Panik liefen beide zum Wald. Als sie am Waldrand standen, hörten sie ein knurren und sahen grüne Augen.
Einen Monat später ging ein Mann von außen in den Wald, weil er zur anderen Seite wollte, dabei kam er zum Dorf, wo Lena gewohnt hatte, es war noch weiter südlich, als die Mitte des Waldes. Im Dorf war überall grüner Schleim und Leichen, die kein Blut mehr hatten. Nachdem der Mann sich wieder gefasst hatte, ging er weiter seinen Weg und fand am nördlichen Ende des Dorfes ein ausgesaugtes Ehepaar. Er ging weiter nach Norden, fand hinter einer roten linie 13 Blutleere Kinderleichen und einen bewusstlosen Jungen, den Jungen nahm er mit und als er in der Stadt auf der anderen Seite des Waldes war, brachte er ihn ins Krankenhaus und verständigte die Polizei. Der Junge hatte viel Blut verloren und sprach nicht. Ein paar Tage, nachdem der Mann angekommen war, kam ein Bericht über den Wald im Fernsehen, man hatte noch ein blasgrünes Monster gefunden, was wohl an den blutleeren Leichen schuld war. Bis heute spricht der Junge nicht, sodass niemand weiß, was genau passiert ist.


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zuletzt bearbeitet 21.01.2011 11:38 | nach oben springen

#2

RE: Kleine Geschichten ^^

in Tagebuch 15.09.2010 05:35
von Paulchen | 355 Beiträge

Ne Freundin hat gesagt, ich soll ma wat über langweile schreiben, hier is es ^^

Langeweile

Er langweilte sich so, schon überall gewesen, schon jeden getroffen, schon alles gemacht, so kam es ihm zumindest vor. John lag auf seinem Bett, starrte die Decke an, blinzelte und starrte dann wieder, so ging es schon seit Stunden. Er hatte einfach nichts zu tun, seine Familie war weg, also hatte er sturmfrei, aber dass hatte er schon oft ausgenutzt und es wurde ihm auch langweilig. Er hatte keine Spiele mehr für den PC, oder für seine anderen Konsolen, alles war schon zich mal durchgespielt worden. Es gab nichts besonderes zu essen, wahrscheinlich würde er sich einfach wieder ein Fertiggericht machen, wenn er Hunger hätte, aber das hatte er gerade nicht. Es war ein „normales“ Wetter, eben total langweilig, sowieso wollte er nicht rausgehen, was sollte er auch da tun, es war mitten in den Ferien und die meisten seiner Freunde waren weg. John hatte heute einfach zu nichts Lust, nein, das war nicht nur seit heute, es ging schon eine Woche so. Das Einzige, was ihn aus der Langeweile entfliehen ließ war der Hunger, seine Katze, oder das WC. Selbst im Schlaf war es langweilig, er träumte ständig davon, was er den ganzen Tag tat, also im Bett liegen und über die Langeweile nachdenken. Nichtmal Musik, oder die Mädchen, die noch geblieben waren konnten die Langeweile vertreiben, es war sinnlos. Im Radio lief ständig nur der selbe Mist und die Mädchen hatten keine Zeit, besonders nicht für John. Ja, er war seit dem letzten Zeugnis als guter und braver Schüler bekannt, auf der neuen Schule. Diesen Ruf hatte er sich aber nicht ausgesucht, er passte eigentlich kaum auf und lernte auch nicht, seine Familie hatte nur ein paar „Beziehungen“, wie es seine Eltern nannten, John nannte es lieber „leicht bestechliche Leute“. Er starrte noch ein paar weitere Stunden einfach nur die Decke an, dann fütterte er seine Katze Inun, das kleine flauschige etwas schaltete den Fernseher ein, als er alle Programme durch hatte, wieder aus und entschloss sich dann doch noch raus zu gehen, etwas Abwechslung musste schließlich sein. Es war eine schöne und warme Sommernacht, die Vögel sangen immer noch und nach jeder Kreuzung hatte ein anderes Paar ein Date unter einem Baum, manche hatten auch noch einen Picknickkorb dabei, aber die meisten waren ohne etwas gekommen.
John ging einfach nur durch das Dorf, was er nicht einmal richtig kannte, oder mochte. Es war jedes Mal das gleiche, seine Eltern hatten eben ihre „Beziehungen“, wegen denen er nicht wirklich einen besseren Ruf bekam. Am besten war für ihn die erste Schule, in irgendeinem „Kaff“ dieser Welt, aber da hatten seine Eltern auch keine Beziehungen und John war einfach nur John, dann kam seine Schwester und die Umherreiserei fing an. Luci, seine Schwester, hatte nie irgendwelche Probleme, sie war von Grund auf die Gute und Bessere und kam damit auch durch, sie wurde von fast jeden akzeptiert und gemocht. Mittlerweile störte es John aber nicht mehr, auch nicht, das er immer den gleichen Ruf hatte, es hatte ja auch Vorteile, er machte rein gar nichts und bekam trotzdem gute Noten.
Als er fertig gedacht hatte, sah John sich um, er kannte diese Stelle nicht und er war wohl irgendwie aus den Dorf gegangen. Sein erster Gedanke war „Scheiße“. Er wusste nicht, wo er war, oder wie der Weg nach Hause geht. Er versuchte seine Gedanken klar zu bekommen, sodass er nachdenken konnte. Also, er müsste sich eigentlich nur umdrehen und in die andere Richtung gehen, also tat er es auch. Es klappte auch, wie langweilig, er kam zurück ins Dorf er ging zu sich nach Hause und schlief erst mal. Am nächsten Tag war alles ganz normal, er war einkaufen, sonst war ihm langweilig, es gingen Leute an dem Haus vorbei, die er beobachtete, dann nach ging er wieder schlafen, es war gemein, dass gerade er hier im langweiligem Haus bleiben musste, während die anderen Urlaub machten. Er blieb hier, in diesem dauersonnigen Kaff, wo jeder den anderen kannte und wo nie etwas aufregendes passierte...


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zuletzt bearbeitet 21.01.2011 11:37 | nach oben springen

#3

RE: Kleine Geschichten ^^

in Tagebuch 23.10.2010 12:08
von Paulchen | 355 Beiträge

Okay, 1. ändern wirs ma, ich will auch, dass ihr eure kleinen Geschichten hier rein schreibt ^^
2. noch ne kleine geschichte ^^

Traumwelten – Gedanken einer ewig schlafenden

Ich lebe in meinen Traumwelten, in denen lerne ich die Liebe kennen, in denen bin ich meinen Wünschen ganz nahe und in denen bin ich immer eine gute Kämpferin. Ich bin eine Heldin in meinen Traumwelten, aber nicht die Hauptperson, ich bin etwas besonderes. Ich bekämpfe Leute, ich werde begehrt, ich bestimme, was passiert. Ich lebe in meinen Traumwelten, immer, kurz bevor ich einschlafe, dann, wenn ich den echten Träumen am nächsten bin. Im halbwachen zustand lenke ich die Geschehnisse meiner Traumwelt, sie sind kreiert worden, damit ich eine Welt habe, in der ich mich geborgen fühle. Sie ähneln den echten Träumen damit, dass ich nur bekanntes in ihnen wiederfinde, doch anstatt die gleichen Erlebnisse, zusammengewürfelt, in einem Traum zu haben, verändere ich das Bekannte in meinen Traumwelten. Obwohl ich nicht die Hauptperson in meinen Traumwelten bin, sehe ich alles, was nicht mit mir zu tun habe sehr verschwommen.
Ich bin aber nicht nur Abends in meinen Traumwelten, auch manchmal Morgens, wenn ich ausgeschlafe habe ich Bilder vor mir, die ich lenken kann, die aber auch durch Geräusche verschwinden, denn dann wache ich auf. Dann geht das Leben in dieser Welt weiter, in dieser Welt, wo alles glückliche und gute vergänglich ist und nur das schlechte auf ewig zurückbleibt. Aber besonders, weil in dieser Welt nicht viel gutes existiert, muss man das Bisschen, was man hat festhalten und bei sich halten und auch, wenn man es einsperren muss, darf man diese paar guten Dinge in dieser Welt niemals vergessen. Diese Dinge können sich durch ein Haustier zeigen, oder durch einen Menschen, der einen auf einmal anlächelt, ohne Grund. Oder man hat das Glück auf dieser Welt und findet einen Menschen, den man so unendlich liebt und der die Liebe erwidert. Auch Freunde können das Glück in sich tragen, egal, ob man 1, 3, 10, oder mehr als 20 Freunde hat, es müssen die richtigen sein, es spielt dabei keine Rolle, ob man ihn kennt und jeden Tag sieht, oder er so weit weg wohnt, dass man ihm schreiben muss und sich nicht sieht. Auch wenn all das gute in meinen Traumwelten ist, muss ich irgendwann aufwachen und in diese Welt zurückkehren.

Die Realität vermischte sich immer mehr mit meiner Traumwelt und ich hatte nicht aufgepasst, bemerkt und wahrgenommen, aber verdrängt. Würde ich irgendwann noch einmal aufwachen, würde ich es nie wieder so weit kommen lassen, auch wenn ich dafür meine Traumwelten aufgeben müsste, denn ich bin der realen Welt zufrieden und ich habe angst, dass ich in all dem guten der Traumwelt das wichtigste verlieren würde. Ich habe schon ein Teil davon verloren, als mein Haustier starb, aber das war nur ein großer Teil und ich will wirklich nicht noch den Rest verlieren, denn dann könnte ich nicht mal nur ein ganz kleines bisschen optimistisch denken und was macht das Leben dann für einen Sinn? Das ist das schlimmste, was ich mir vorstellen kann, den Sinn meines Lebens zu verlieren. Meine Lehrerin hat uns mal gesagt, dass es eigentlich keinen Sinn gibt, sondern nur Ziele, die man erreichen will. Aber es ist mir egal, was mit mir wird, meinetwegen könnte ich einen Job haben, oder keinen, meinetwegen könnte ich die Liebe auch in der realen Welt finden, oder ich könnte alleine bleiben, denn das alles macht mir nichts aus, solange ich meinen Sinn behalte. Meine Mutter sagte mir auch mal, ihre Sicht, über Gott, das Leben und ihre Meinung, nach ihrer Meinung kennen sich alle Seelen und der, der sich entscheidet, als Mensch auf die Erde zu kommen, spricht sich mit anderen Seelen ab, wer sein Schutzengel wird und was die Seele, die auf die Erde kommt erleben wird und wenn dass passiert ist, wird sie wieder zurück geholt, ins „Paradies“, oder „Himmel“, oder wie man das nennt und eine „Hölle“ gibt es nicht, es ist also alles, wie ein Theater und wenn der Schauspieler fertig mit seinem Auftritt ist, geht er wieder hinter die Bühne. Ich bin bereit, oder auch nicht? Ich weiß nicht, was mein Text in diesem Stück ist, das Einzige, was ich glaubte zu wissen, ist, dass mein Sinn des Lebens sehr traurig wäre, würde ich einfach verschwinden und das würde ich nicht aushalten können, also bringe ich die Kraft auf, einfach weiter zu machen, während ich mich dann am Abend, oder manchmal auch am Morgen in meine Traumwelten verflüchtige.
Nun geschah es aber, dass ich keinen weg mehr raus gefunden hab, nichts konnte mich wecken und nichts scheint mich zu wecken. Und ich liege hier und bin in meinen Traumwelten gefangen. Die Gespräche an meinem Bett nehme ich war, aber es weckt mich einfach nicht auf. Ich hoffe nur, dass ich irgendwann aufwachen kann, in die reale Welt, in das reale Leben in dem ich ignoriert und übersehen werde, aber in dem ich meinen Sinn zu sehen glaube. Und ich hoffe, dass mir mein Sinn vergeben kann, dass ich so lange weg war.




Ich höre die Vögel und versuche die Augen ganz langsam auf zu machen, aber ich kriege sie nur ein ganz kleines Stück auf. Es ist, wie in meinen Träumen, nur etwas scheint anders zu sein. Das Licht, das in mein Zimmer fällt ist so hell, viel heller, als es jemals in meinen Träumen war. Ich bin allein im Zimmer, bis eine Frau in weißen Sachen reinkommt, sie öffnet das Fenster, blickt mich kurz bemitleidend an und verschwindet wieder, als wäre ich nicht da. Bevor ich darüber nachdenken kann, verschwimmt alles vor meinen Augen und sie schließen sich wieder. Kurz tauche ich wieder ganz tief in meine Traumwelt, finde mich an einen Wunderbaren Ort wieder. Ich hab es fast aufgegeben, jemals wieder aufzuwachen, aber nun realisiere ich, dass das Licht hier wirklich nicht so stark scheint.
Mit einem Mal reiße ich die Augen auf, nur um sie kurz danach wieder zu schließen, das Licht ist immer noch zu hell, ich hör beunruhigte und verwunderte Stimmen direkt neben mir. „Paula! Paula! Du darfst nicht wieder einschlafen“, ich kenne die Stimme. Ich grummle und sag dann: „Ich schlafe nicht wieder ein, es ist nur zu hell.“ Dann höre ich, wie Gardinen zugezogen werden und ich versuch nochmal die Augen zu öffnen, nur ganz langsam, damit ich mich wieder an das Licht dieser Welt gewöhnen könnte. Hab ich gerade „Diese Welt“ gedacht? Was bedeutet denn „Diese Welt“? Ich grummle wieder und nuschle kaum verständlich: „Wo sind wir hier?“ Die Stimme, die mir so vertraut vor kommt und die ganz offensichtlich von einem Mädchen zu seinen schien, antwortete mir: „Im Krankenhaus.“ Endlich kann ich meine Augen ganz öffnen, neben meinem Bett steht ein blondes Mädchen, vielleicht 1.78m groß mit strahlend blauen Augen und einer perfekten Figur. Mein Kopf tut mir weh, aber ich versuche zu scherzen, weil ich immer alles herunterspiele: „Du bist aber nicht der Tod in der Gestalt eines hübschen Mädchens, oder?“ Sie schüttelt nur den Kopf, du warst 2 Jahre im Koma. „Soweit ich weiß, bist du aber nicht meine Mutter. Ich kenne deine Stimme, aber ich erinnere mich nicht.“, sage ich. Sie sieht mich bedrückt an. Schließlich gibt sie mir eine Antwort: „Ich bin's, Manja. Wir gingen früher in die gleiche Klasse und waren Freunde, bevor du deinen Unfall hattest.“ Manja.... Manja.... Da, mein Gehirn sagt mir etwas, Manja war wirklich eine tolle Freundin, immer gut drauf, nur mit ein paar Stimmungsschwankungen. „Jetzt weiß ich wieder, wer du bist. Aber ganz ehrlich, ist es nicht meistens so, dass ein Familienmitglied am Bett sitzt?“, frage ich, weil ich das aus Filmen kenne. Wieder sieht sie mich bedrückt an. „Deine Familie ist nicht hier.“, sie schweigt bedrückend. „Ach, ich bin doch sowieso nicht so wichtig.“, es stimmte, denn im realen Leben wurde ich noch nie richtig als Wichtig bezeichnet. „Das stimmt nicht!“, eine Träne fließt ihr über die Wange, „Wir waren wirklich alle sehr besorgt!“ Wer war wir? Ich ging darauf nicht weiter ein. Mir viel es aber auf einmal wieder ein! Mein Sinn! „Es tut mir leid, dass ich euch solche Sorgen gemacht habe, aber jetzt geht es mir wieder gut, wirklich.“, ich konnte nur schwach lächeln. „Nichts ist gut, du warst über 2 Jahre im Koma und deine Familie ist tot!“, eine Mischung aus Wut und Trauer stand in ihren Gesicht. Sie umarmte mich plötzlich. Ich wusste nicht, wie ich reagieren sollte, außer mit völliger Gleichgültigkeit. Meine Familie war tot und ich empfand nix, vielleicht, weil es mich nicht überrascht, oder weil ich mich selbst schützen will. Es muss ein trauriges Bild sein: Ich, gerade erst aus dem Koma erwacht und erfahren, dass meine Familie tot ist, aber ohne jegliche Gefühlsregung (meine Familie gehörte wohl nicht zu einem Teil, des wichtigsten in diesem Leben) und meine alte Freundin Manja, die sich um mich schlung und hemmungslos heulte. Ich nahm sie behutsam in den Arm „Es wird alles wieder gut, ich hab die immer gut drauf in Erinnerung, also solltest du auch lachen.“ Sie wechselt nun zwischen lachen und weinen, das war vollkommen in Ordnung, weil ich daran erkennen kann, wie viel ich ihr bedeute.

Alle begrüßen mich ganz herzlich, umarmen mich, aber vorsichtig, als wäre ich zerbrechlich, auch Thilo, mein damaliger Schwarm begrüßt mich. Es gibt Kuchen, Erdbeerkuchen, den ich am liebsten esse. Alle befragen mich nach meinen befinden und ob ich wirklich schon bereit bin, mein Leben weiter zu führen. Ich antwortete nur mit ja, denn mir geht es gut und ich bin bereit. Alle meine Freunde sind da, auch die, mit denen ich früher nur geschrieben hab, es ist wunderbar, ich bin mit meinem Sinn zusammen und ich kann mich bei jeden einzelnen des Sinns entschuldigen. Ich werde zuerst einmal bei Manja wohnen, bis ich alles selber auf die Beine kriege, hoffentlich wird das bald sein, denn auch wen sie ein Teil des Sinn ist, bin ich gerne selbstständig. Ich werde meine Traumwelten verlassen und nie wieder zurück wollen.

Es ist alles gut, ich habe meine Traumwelt erfolgreich hinter mir gelassen und lebe nun mit einer Familie und in einem recht guten Haus. Ich hätte nie gedacht, dass mein Leben ein Happy End kriegt, aber nun ist es da. In meinen Traumwelten ging immer alles gut aus, aber dort war mein Sinn nicht bei mir und ich wollte immer auf meinen Sinn aufpassen, um ihn nicht zu verlieren, deshalb hatte ich immer große Angst, nie wieder zurück zu können. Aber nun bin ich es schon seit ein paar Jahren und ich bin glücklich.
Ich höre nur manchmal noch so ein komisches piepen, wie von dem Gerät, was den Puls misst, in Krankenhäusern und manchmal höre ich auch leise, undeutliche Stimmen.....


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zuletzt bearbeitet 28.01.2011 05:01 | nach oben springen

#4

RE: Kleine Geschichten ^^

in Tagebuch 21.12.2011 04:21
von Paulchen | 355 Beiträge

Wirklich eine ziemlich kleine Geschichte


Schatten des Mondlichts

Nur das Mondlicht erhellte sein Zimmer. Er lag in seinem Bett und dachte, dass er vielleicht nicht noch den Thriller hätte lesen sollen. Nun war es müde, aber auch zu verängstigt, um einzuschlafen. Das Fenster war offen und er hörte, wie der Wind durch ein paar verbliebene Blätter von dem nahestehenden Baum wehte und sie zum rascheln brachte. Er bemerkte das gleichmäßige Ticken seines Weckers, es war so laut. Oder zumindest laut genug, um ihn wach zu halten. “Tick-tack. Tick-tack. Tick-tap-tap“ Machte es. Aber... das “Tab“ gehörte nicht zum Wecker. Und es kam näher, langsam und vorsichtig, fast schon schleichend. Er glaubte nicht an Monster, und Psycho-Killer ermorden nur einen nach dem Anderen, am besten noch im Beisein der restlichen Familie. Doch sein Herz schlug trotzdem schneller. Natürlich war das ein einfacher Mechanismus zum Selbstschutz des Menschen. Bei der Möglichkeit zu sterben schüttet der Körper Adrenalin aus, das beschleunigt das Herz und auch die Leistung des Menschen.. Und so sehr er versuchte sich zu beruhigen, so doller hörte er sein Herz pochen. Das Tappen kam immer noch näher, schließlich bildete sich ein großer Schatten im Mondschein. Er spähte zum Schatten hin und glaubte ein Paar leuchtende Augen zu sehen. Monster gibt es nicht! Monster gibt es nicht. Monster gibt es nicht... Aber der Schatten kam immer näher. Dann sprang der Schatten hoch, er würde ihn verschlingen. Kurz bevor das Monster (ja, er glaubte nun an Monster) ihn auffressen wollte, dachte er an die Sachen, die er noch machen wollte. Er würde nie das Mädchen aus der Parallelklasse seine Liebe gestehen können. Er vernahm das schreckliche knurren des Monsters gleich neben seinem Ohr. Aber... das war kein Knurren. Er machte die Augen auf, die er vor dem Sprung des gefährlichen Monsters geschlossen hatte. Dort, neben seinem Kopf stand der schwarze Schatten, der sich schnurrend und schuppernd an seinem Gesicht kuschelte. DIES war also der so beängstigende Schatten, der ihn zu tode erschreckt hatte, es war nur sein schwarzer Kater. Ab heute würde er nicht mehr ganze Thriller vor dem Einschlafen lesen.


Und noch eine, die wir als Hausaufgabe aufhatten, weiter zu schreiben, das nicht so freundliche Ende ist für eine Freundin gewesen und da meine Lehrerin sowas nicht mag, hab ich es extra aufgeschrieben.

Die bunten Frösche
(Vorgabe)

Eines Tages waren zwei Frösche auf einer Wiese am Teich verabredet. Die beiden Frösche waren lustig anzusehen, denn sie waren nicht, wie bei Fröschen üblich, grün, oder braun. Ich bin stattdessen pink und mein Freund, der andere Frosch ist lila. Der Frosch fand das eigentlich gar nicht lustig, denn es fiel ihm dadurch schwer, sich im Gras und Gebüsch am Ufer zu verstecken. Eigentlich ist das doof, dass ich so pink bin, denke ich, während ich zum Ufer schwimme. Da sehe ich schon meinen Kollegen. Der lila Frosch saß schon am Ufer und wartete, eigentlich wollte er sich verstecken, aber er leuchtete so sehr, dass ihm das nicht gelang. Ich bin wirklich ein armer Tropf, wenn ich mich nicht verstecken kann bin ich leichte Beute für den Storch, der hier in der Gegend sein Futter sucht. Auf irgendeine Art und Weise sollte ich versuchen meine Farbe zu ändern. Vielleicht, so dachte der lila Frosch, kann ich ja einfach mehr Gras fressen, dann werde ich so grün wie das Gras. Gleichzeitig kam der pinke Frosch m Teich auf eine ähnliche Idee. Ich bin leichte Beute für den Storch, wenn er etwas zu Essen sucht, denke ich beim Schwimmen. Aber wenn ich mehr Fliegen fange und verschlinge, vielleicht werde ich dann schwarz.
Mit diesem neuen Vorsatz schwamm der Frosch in Richtung Ufer und da er so mit seinen Gedanken beschäftigt war, sah er nicht den Storch, der über ihm kreiste. Oh, da sind ja zwei lustige, leckere und gut sichtbare Frösche, ich bin überrascht, dass sie sich so offen zeigen. Wissen die denn nicht, dass es mir egal ist, welche Farbe die Frösche haben, die ich zum Frühstück verspeise?

(meine Weiterführung in der ich -perspektive)

Ich sollte mir wirklich eine andere Farbe zulegen, dachte ich während ich zu meinem geliebten, lilanen Frosch schwamm, dann kam mir noch ein Gedanke: Hätten wir uns jemals gefunden und währen wir jemals Freunde geworden, der lilane Frosch und ich, wenn wir so ausgesehen hätten, wie alle Frösche? Schon als Kaulquappe war ich rosa, ich wurde von allen gemieden und musste schon früher aufpassen, da mich die fische schneller entdeckten. Irgendwann hatte ich den Beschluss gefasst, weg zu laufe, sobald ich Beine bekommen würde. Als ich dann soweit war, entdeckte ich eine andere Kaulquappe, eine lilane, sie schien den gleichen Weg, wie ich zu haben und ich beschloss sie anzusprechen. Wir redeten viel, denn wir hatten das gleiche erlebt, dann beschlossen wir gemeinsam aus dem Wasser zu gehen und die neue Welt zu betrachten. Danach trennten sich unsere Wege, doch dir Freundschaft blieb bestehen, es vergingen ein paar Monate und ich wurde erwachsen. In der darauffolgenden Paarungszeit bekam ich keinen weiblichen Frosch durch meine Farbe ab, trotzdem wanderte ich mit den anderen zu einen Geburtssee mit, denn das war das Ritual zum vollständigen erwachsen werden. Dort angekommen sah ich auch den Lilanen wieder, er hatte den gleichen Grund, hier her zu kommen, wie ich bei einer Unterhaltung erfuhr. Ab dann redeten wie jeden Tag. Und als das Ende der Paarungszeit kam und alle Frösche gelaicht hatten ging ich mit zu seinem See, dort trafen wir uns dann jeden Tag an einer bestimmten Stelle, an der er immer schon auf mich wartete.
Ich schwamm weiter zu ihm, denn mein Herz konnte es nicht erwarten, wieder in seiner Nähe zu sein. Ich sah ihn an, er starrte mit weit geöffneten Augen zum Himmel, dann sah auch ich den Storch, der auf meinen geliebten Lila zuflog. „Lauf! So renn doch weg!“, schrie ich flehend. Lila sah mich an, als hätte er sich mit der Situation abgefunden, dann sagte er: „Ich liebe dich, deshalb musst du weiterleben.“ Dann kam der Storch

(Ende 1, freundlich)
Dann kam der Storch und nahm ihn mit, kurz nachdem ich erfahren hatte, dass er mich auch liebte. Ich versank im Wasser, denn ich hatte nicht mehr die Kraft zum Schwimmen. „Deshalb musst du leben...“, seine stimme schwirrte mir im Kopf rum, wie sollte ich sie auch vergessen? Ich lag am Grund des Sees, denn ohne ihn weiterleben? Ich dachte eine ganze Weile darüber nach und kam zu dem Entschluss ihm seinen letzten Wunsch zu erfüllen. So blieb ich weiter am See, mit all den besten Erinnerungen meines Lebens. Mit der Zeit fanden mich sogar ein paar Weibchen attraktiv und wollten sich mit mir paaren, doch ich blieb auch während der Paarungszeit am See. Die Zeit verging. Ich wurde alt und starb, den Storch hatte ich nie wieder gesehen.

(Ende 2, nicht sehr freundlich)
Dann kam der Storch, er stach heftig auf Lila's Körper ein, sodass sein Blut überall hin spritzte, dann aß der Storch zuerst die Innereien, wartete eine Weile und aß schließlich Einseitig war, wurde durch das verstörende aufessen meines Liebsten zunichte gemacht. Durch meine Reglosigkeit bemerkte mich der Storch nicht mehr, weshalb er nach seinem blutigen Mahl wieder davonflog. Ich blieb reglos, zuerst überflutete mich Trauer, dann Wut, bist nichts mehr übrig blieb, als Rache. Der Storch hauste hier in der nähe deshalb würde es ein leichtes sein, meinen Racheplan auszuführen. Erst letztens hatte ich Frösche aus Stoff gefunden, diese stellte ich mit Abstand auf den Boden, dazwischen legte ich grün angemalte Mausefallen ins Gras, nun wartete ich und versteckte mich hinter der 2. Froschpuppe. Als der Storch seine Runde machte, sah er die 1. Puppe, er hielt sie für einen echten Frosch, weshalb er zu Boden flog. Erst dort bemerkte er, dass es nur eine Puppe war. Währenddessen lauerte ich weiterhin hinter der 2. Puppe und machte Froschgeräusche, der dumme Storch viel darauf rein und da es sich für so eine kurze Strecke nicht lohnte, zu fliegen, tappte er in die Mausefallen. Der Storch verblutete qualvoll und langsam. Es war schon dunkel geworden und ich setzte mich auf einen Stein. Ich betrachtete den schillernden Mond im Wasser, während ich mich plötzlich leer fühlte. Außer den Erinnerungen, die schon längst vorbei waren, lag mir am Herzen. Lila hatte gesagt, dass ich weiterleben sollte, doch das konnte ich nicht, nicht ohne ihn. Denn auch die Rache hatte die Leere nicht gefüllt. Ein Igel kam an meinen Stein vorbei und ich sprang. Selbst wenn ich dadurch nicht meinen Geliebten Lila näher kommen würde, so wollte ich zumindest nicht mehr ohne ihn leben. Dann spießten mich die Stacheln des Igels auf und alles war vorbei, ich musste nun nicht mehr mit der Leere weiterleben.


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zuletzt bearbeitet 21.12.2011 05:24 | nach oben springen

#5

RE: Kleine Geschichten ^^

in Tagebuch 03.03.2012 07:38
von Paulchen | 355 Beiträge

jetzt noch ein mini teil

Ich will weinen, doch solange ich es zurückhalten und mich beherrschen kann, werde ich es nicht tun. Ich weiß, ich habe es dir versprochen, ich habe dir versprochen, über niemanden Anderen, als über dich zu weinen. Und ich habe mein versprechen gebrochen, es tut mir leid. Ich habe es versprochen, in der Hoffnung, etwas gut machen zu könne. Denn ich habe dich in meinem Traum gesehen, du hast mich verfolgt und ich habe mich gefragt, was ich falsch gemacht habe. Und ich konnte nur eine Antwort darauf finden, nämlich, dass ich dich zu wenig beachtet habe. Und ich konnte dich nicht begraben „Steh auf, steh bitte wieder auf, lebe wieder, oder bewege dich wenigstens, sei einfach nicht tot“, habe ich gedacht. Aber es war nur der Wunsch, eines Kindes, das Jemanden wichtigen verloren hatte und die Wahrheit sah anders aus. Natürlich würdest du nicht aufstehen, ich wusste es und trotzdem wollte ich nur noch daran glauben, dass Wunder wirklich passieren können. Und ich habe noch mehr Versprechen gebrochen, ich habe versprochen, die Blumen auf dein Grab zu legen, ich habe versprochen, mich mit dir jeden Tag zu unterhalten, ich habe dir versprochen, Blumen über dir anzupflanzen. Auf deinem Grab liegen weder Blumen, noch sind welche dort gerade am erblühen. Ich geh jeden Tag an deinen Grab vorbei und doch sage ich nur manchmal schuldbewusst „Hallo“ und „Tschüß“, es tut mir leid. Ich habe mich falsch verhalten, ich weiß, es tut mir leid. Ich habe mit angesehen, wie du stirbst, ich habe kurz geweint und bin dann ganz normal zu Schule gefahren, man hat mich gefragt, ob ich nicht zuhause bleiben will, aber ich bin zu Schule gegangen. Erste Stunde Chemie, alle stehen noch draußen und die Lehrerin ist noch nicht gekommen, ein paar getrocknete Tränen sind noch auf meinem Gesicht, aber ich mache weiter. Und dann, dann benutze ich deinen tot, um nach hause zu gehen, zu diesem Zeitpunkt war ich nicht einmal richtig traurig. Doch nun bereue ich alles und bin trauriger, als je zuvor. Ich habe so viele Fehler gemacht, die ich nun auch nicht mehr gut machen kann. Du hast mich mein bisheriges leben immer begleitet und ich habe dich benutzt und angelogen, ich kann mich nur immer und immer wieder entschuldigen, denn mehr steht nicht in meiner Macht.


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#6

RE: Kleine Geschichten ^^

in Tagebuch 08.05.2012 08:14
von Paulchen | 355 Beiträge

Ach verdammt, warum habe ich nur gesagt, dass ich ne neue reinstelle, ich würde es jetzt am liebsten bleiben lassen, aber gesagt ist gesagt, meine Damen und Herren, hier ist sie:


Bühnenstück

Lautes Gerede, wie es nur von einer großen Gruppe kommen kann, schallt durch den abgedunkelten Raum. Niemand hält es für nötig, auf die noch geschlossene Bühne zu sehen. Warum auch? Es ist schließlich noch nichts zu sehen. Nur ab und zu hört man Geräusche hinter dem großen und samtig roten Umhang der Bühne. Ein leises Summen ist zu hören und schließlich geht der Vorhand auf. Eine krankenhausartige Umgebung ist zu sehen, mit einer Frau und einem Baby. Die Frau geht mit dem Baby rechts von der Bühne, aus der Sicht des Publikums. Auch die Kulisse veränderte sich auf einmal, sie soll nun ein Schlafzimmer bei Nacht darstellen. Auch die Frau, die das Baby immer noch im Arm hat, ist da. Doch das Baby schreit und alle Zuschauer wissen, dass diese Nacht schlaflos wird. Die beiden Schauspieler gehen wieder gemeinsam von der Bühne. Und wieder wechselt der Ort auf der Bühne. Diese Theateraufführung handelt von dem Baby und davon, wie es aufwächst. Es ist eine sehr lange Vorführung und nur wenige bleiben bis zum Ende, einige gingen sogar schon gleich nach Beginn. Ich persönlich finde es nicht so toll, dass sie schon so früh gehen. Ich vermisse dann Diejenigen, die still aufgepasst haben. Denn nicht alle sind ruhig, nein, sogar die Mehrzahl der Zuschauer ist laut. Laut und nervend und sie stören einfach nur während der Vorführung. Und es wird nicht leiser, nur weil manche Leute gehen. Es kommen immer mehr rein, manchmal scheint es mir so, als ob die Leute schon fast auf der Bühne stehen. Der Eintritt ist frei, also können interessierte Menschen einfach eintreten. Und viele sind einfach so laut. Einige Zuschauer fühlen mit dem Kind, das dort auf der Bühne sein Leben schauspielert. Andere halten das ganze Stück anscheinend für eine schlechte Komödie. Inzwischen ist das Kind auf einer weiterführenden Schule, vieles hat sich verändert. Die Eltern hatten sich getrennt, der Kindergarten wurde ein Anderer und seitdem gab es ein ständiges Hin und Her. Um genau zu sagen, ein dreistündiges Hin und Her von zwei Bundesländern. Das Schauspiel-Kind weint, es will nicht mehr, alle Anderen sind so gemein. Die Zuschauer können es nicht verstehen, sie erkennen die Gedanken nicht. Die Gedanken des immer noch von Außen lächelnden kleinen Schauspielers. Doch ich kenne sie. Sie sind betrübt vom Leiden der Welt, sie sind traurig von den Schmerzen, die ihnen zugetan werden. Und sie fühlen sich schuldig, dafür, dass sie sich selbst bemitleiden, obwohl es so viele Menschen gibt, die viel mehr aushalten müssen. Aus diesen Grund setzen sie ein Lächeln auf, eine Maske, die Niemanden über sie sorgen lässt. Schon oft ist diese Maske zerbrochen, wenn es Niemand sehen konnte, wenn die Zuschauer schliefen. Wieder vergingen Jahre, wieder kamen und gingen Leute. Und weiterhin war es laut. Die Schauspielerin wurde immer öfter „junge Erwachsene“ genannt, obwohl sie sich manchmal noch wie ein Kind benahm. Der Hund der nun jungen Erwachsenen war zur Zeit der 7. Klasse gestorben, kurz danach hatte sie einen Traum von ihm, er verfolgt sie und die Schauspielerin hatte den Hass gespürt. Seitdem hatte sie Schuldgefühle, die erst nach Jahren abklangen. Die Persönlichkeit der Bühnenperson war eine Zeit lang gespalten, sie selbst nannte es „Ich bin das Gegenteil von mir selbst“, das hatte sich auch noch nicht geändert. Doch die junge Schauspielerin lernte damit umzugehen und es zu nutzen. Nachdem sie es geschafft hatte, auf ein Gymnasium zu kommen, änderte das „liebe Kind“ ihr Image. Es war ein Neuanfang, eine neue Chance für 3 weitere Jahre. Alles verlief gut, die neue Person, die sich zeigte wurde in Ruhe gelassen, diesmal gab es keine Freund auf Zeit. Und am Ende der drei Jahre hat diese einzelne Person einen Abschluss, der für ihre Zukunft gut genug war. Auch die Ausbildung wurde gut bestanden und es gefiel der Abiturientin in England. Die Schauspielerin fährt mit ihrem Auto zu ihrer Mutter. Viele Plätze vor der Bühne wechseln sich rasend schnell, wie so oft während einer Autofahrt. Dann fängt das Auto vor der Schauspielerin plötzlich an zu schleudern, die beiden Autos rasten genau ineinander. Und das Schicksal des heimkehrenden Kindes wurde entschieden, als sich der Airbag eine Sekunde zu spät öffnete. Was die Zuschauer nicht wissen konnten waren wieder die Gedanken des Mädchen, das dort so unglücklich im Auto lag. Denn sie wusste, dass sie so sterben würde. Ich wusste es schon seit Jahren und niemand Anderes sonst, weil es allein meine Gedanken waren.


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