Maria's Straßengeschichte
Und schon wieder musste sie sich verstecken. Maria ist ein 10 Jähriges Mädchen was auf den Londoner Straßen lebt. Sie ist als Baby auf der Straße gelandet, wo sie von verschiedenen Familien aufgezogen wurde, die selbst kaum Nahrung für sich hatten, daher ist sie ziemlich dürr. Doch trotz des mangelden Essens ist sie 1.60m groß, was ihr natürlich nicht sehr hilfreich beim verstecken ist. Der Grund, warum sie in mehreren Familien aufgewachsen ist, und dass sie keine Freunde mehr hat ist dass alle, in ihrer Umgebung, starben. Jedesmal, wenn sie eine neue Familie hatte, oder einen neuen Freund, starben diese auf unerklärliche weise. Nur ihre Katze blieb vor diesem Fluch verschont, sie hatte das kleine Kätzchen Emily getauft. Gefunden hatte sie Emiliy an dem dicht bewachsenen Flussufer der Themse. Als sie sich vor den Polizisten versteckt hatte, da sie essen "geliehen" und nichtmehr wiedergebracht hatte, dies passiere heufiger.Doch sie kannte London mitlerweile schon besser, als die Queen, sodass sie immer entkommen konnte. Nur ein paar mal, als sie gerade schlief, oder nicht aufpasste, konnte die Polizei sie schnappen und in ein Waisenhaus bringen. Da hielt sie es aber nie lange aus. Sie fand, dass das essen viel schrecklicher schmeckte, als das geklaute und die Betten fand sie auch nicht gemütlich, dazu durfte Emily nicht mitkommen, in keinem Heim durfte sie mitkommen.
Als die Polizisten wieder verschwunden waren kam sie aus ihrem Versteck. Sie ging zurück in richtung des Green Parks, um da auf ihren Baum zu klettern und sich weiter zu verstecken. Dabei war sie sehr vorsichtig, denn sie wusste, dass die Polizei nicht so einfach aufgab. Als sie endlich im Green Park ankam war schon alles dunkel, nur die Beleuchtung der Laternen spendeten noch Licht. Sie teilte ihre Beute mit Emily, danach schlief sie ein. Am nächsten Morgen erwachte sie von Emiliy's gefauche, irgentwas stimmte nicht!
Da waren sie, direkt unter ihr und doch sahen sie Maria nicht. Die beiden großen Polizisten, die sie schon so oft nicht gefunden hatten. Der jüngere hieß William, er hatte dunkles und kurzes Haar, einen kleinen Schnauzbart und braune Augen. Er war etwas größer, als der andere und hatte dunklere Haut, aber hatte eine zierliche Gestalt. Den Namen, des anderen vergaß sie immer, er hatte immer eine rote Nase und war leicht angetrunken. Sein Haar war zersaust und ungeflegt, er hatte pechschwarze Haare. Er hatte auch braune Augen, die aber ihren glanz verloren hatten. Eine lange Nabe durchzog die rechte Seite seines Gesichts und Hals, bis sie in der Uniform verschwand. Er hatte einen stämmigen Körper und, soweit man es unter der Uniform sehen konnte, viele Muskeln. Er war älter und musste schon viel durchgemacht haben, man sagte sich auch, dass er nur Polizist sei, weil er schon alt war. Man erzählte seine Geschichten, wobei keine mit den Anderen gleich war. Nur eins war sicher, dass er mal im Krieg gekämpft hatte.
"Ganz ruhig, Emily, wenn du weiter so ein Krach machst, werden sie dich hören!", flüsterte sie.
Plötzlich kam ein heftiger Winstoß, der das einzigste wegbließ, was sie noch aus ihrer richtigen familie besaß. Ein stück beschriebenes Papier, doch da sie nie gelernt hatte, zu lesen, wusste sie nicht, was draufstand. Es fiel genau vor die Füße von William, als er das stück Papier bemerkte, sah er nach oben und entdeckte sie. Alle blieben ganz ruhig und es schien, als exestierte keine Zeit. Alles war still, bis William den anderen Polizisten ein Zeichen gab, der daraufhin Maria ansah. Wieder alles still. Aber Maria sah, dass der andere Polizist mit den Fingern runterzählte und William das mitbefolgte. Kurz bevor das "einszeichen" kam, sprang Maria vom baum, Emily in ihren Armen. Verdutzt und verwirrt schauten die beiden Polizisten ihr hinterher, sie schienen Maria nicht hinterherlaufen zu wollen.
Als sie kurz zurückschaute lief sie gegen eine Dame und fiel hin. "Hey, kleines Straßenmädchen, pass gefälligst auf, wo du hinläufst. Hier in diesen Park gehen noch andere Menschen spazieren!", schnautzte der Gatte, der Dame sie an und half seiner Frau auf, da sie auch gefallen war. Als die Frau wieder stand, sah sie Maria in ihr dreckiges Gesicht. Diese erwiederte ihren Blick, mit Emily in den Armen. "Ohh, Henry, schau dir dieses arme kleine Ding doch an!", sagte sie mit mitleidiger Stimme. Da sah der Mann, der anscheinend Henry hieß, Maria auch an. Er blickte in ihre augen, die noch Hoffnung hatten, dass die Welt sich bessern würde. Er grummelte, aber nicht unhöflich, sondern eher mit einer gewissen Menge an Wärme. "Hallo, kleine, hast du auch einen Namen?", fragte die Dame Maria. Maria blickte stur und mistrauisch die beiden an und sagte schließlich: "Ich heiße Maria". "Ohh, Henry, hast du das gehört, es muss ein Zeichen sein," sagte sie, fast schon betend, "unsere Gebete wurden endlich erhört, Henry!" "Hmm," Henry grummelte wieder, "es schein, als würdest du Recht haben, Arleen." "Maria?", fragte sie mir zitriger und hofnungsvoller Stimme, "würdest du gerne mit uns Wohnen?"