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RE: Teil 1 von einer Geschichte, die ich selbst geschrieben hab
in Tagebuch 10.03.2010 04:02von Paulchen •
| 355 Beiträge
Is diesmal net so gut, aba das - , im letzten abschnitt is beabsichtigt, ihr werden beim 4. teil wissen, wieso ;)
Alp-, oder Wunschtraum?
Vor ihr war ein riesiger Tisch, mit so viel Essen, wie sie noch nie gesehn hatte. Maria wusste garnicht, womit sie anfangen sollte, das war die schwierigste Entscheidung ihres Lebens, fand sie. Es gab Sandwiches, Roastbeef, Pies und noch so viele andere zubereitete Lebensmittel. Maria entschied sich erstmal mit dem Roastbeaf, was genau vor ihr stand, anzufangen. Es schmeckte köstlich und die Soße war auch wunderbar. Anabelle lächelte Maria an und sagte: " Ich hoffe, dass es dir schmeckt", als ob sie es nicht an Maria's Gesichtsausdruck hätte sehen können. Maria blickte Anabelle daraufhin mit vollem Mund an und nickte, das war das beste, was sie je gegessen hatte.
Als Maria dann soviel gegessen hatte, dass sie glaube, sie würde gleich platzen, fragte sie: "Anabelle, dürfte ich bitte aufstehen, ich bin satt.", sie hatte nie gelernt, wie man sich im Adel verhielt, aber sie hatte das Gefühl, dass sie damit aufgezogen wurden war. Henry schien leicht verwundert, wahrscheinlich wegen ihrer Ausdrucksweise. "Natürlich meine Liebe, das hier ist nun auch dein Haus, du kannst überall hingehn", Anabell schien so glücklich, aber warum nur?
Als Maria dann wieder in ihrem Zimmer war, zweifelte sie wieder. Wieso sei es ein Zeichen, dass sie diese Leute getroffen hatte, wieso solte das hier ihr neues Zuhause sein und wieso war Anabelle so glücklich? Wieso sollten so reiche Leute ein Straßenkind aufnehmen und wieso wurde sie Ohnmächtig, als sie vor dem Haus stand, denn es war garantiert nicht ihre Aufregung gewesen. Sie fragte sich, ob sie jemals die Antwort bekommen würde. Es erschien hier alles sehr merkwürdig. Mit diesen offenen Fragen schlief sie ein, mitten im Bett, ohne Decke.
-Mitten in der Nacht wachte Maria dann auf, sie frohr. Es war seltsam, sie hatte sonst doch nie Nachts gefrohren, nichtmal im Winter, wenn sie nur eine dünne Decke hatte. Maria suchte die Decke, aber sie war nichtmehr auf dem Bett und alles war dunkel, sie konnte kaum was erkennen. Neben ihr müsste eigenthlich eine Lampe stehen, aber auch diese war weg. Maria überlegte ganz genau, ob nicht etwas vorgefallen ist, aber sie erinnerte sich nicht, sie hatte nichtmal geträumt. Sie stand auf und ging zur Tür, auch wenn sie nichts sehn konnte, wusste sie den Weg. Sie wollte zu dem zimmer von Anabelle und Henry und auch wenn sie den Weg zu ihren Zimmer nie gegangen war, kannte sie ihn. Sie klopfte an der Tür, als sie glaubte, beim richtigen Zimmer zu sein. Es machte niemand auf, oder sagte "herrein". Sie klopfte nochmal, wieder nichts und sie frohr immernoch. Nach dem dritten mal, als niemand antwortete, ging sie rein und sah zwei Grabsteine. Sie erkannte nur die Namen "Anabelle Arleen Smith" und "Henry Smith"! Was war passiert, wieso konnte sich nicht erinnern, Anabelle und Henry konnten doch nicht plötzlich tod sein! Maria bemerkte, wie ihr plötzlich das Herz schmerzte, sie hatte die beiden wirklich lieb gewonnen! Sie wusste, dass dies nicht hätte passieren dürfen! Sie musste hier schnell weg!
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RE: Teil 1 von einer Geschichte, die ich selbst geschrieben hab
in Tagebuch 23.03.2010 06:14von Paulchen •
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so, hier is dann ma der 4. Teil, hoffe es gefällt euch, auch wenn ich mir keine Mühe gegeben hab ^^
Unerwünscht
Auf einmal hörte Maria ein bedrohliches Knurren, das aus dem Dunklem, hinter den Grabsteinen kam. Ihr Körper blieb erstarrt vor Angst stehen und ihr lief ein kalter Schauer über den Rücken. Sie wollte weglaufen, aber ihre Beine gehorchten ihr nicht mehr. Ihr Instinkt schrie, sie solle endlich weglaufen, aber stattdessen sah sie genauer hin. Im Dunklem erschienen blutrote Augen. Und eine alte, aber gefährliche Stimme sagte: „Verschwinde, du gehörst hier nicht her!“, der Satz hallte gefährlich durch das Zimmer. „Los, mach schon!“, rief die Stimme lauter und bösartig.-
Maria riss die Augen auf. Ihr Herz raste, sie war verschwitzt und atmete schnell. Sie hatte einen Albtraum gehabt. Irgendwo in der nähe ihres Zimmers schlug eine Uhr Mitternacht. Emily schien verängstich zu sein, ihr Haare sträubten sich und ihre Ohren zuckten panisch in alle Richtungen, um jedes Geräusch hören zu können. War es wirklich nur ein Traum gewesen? Maria hatte zu viel Angst, um aufzustehen und nachzusehen, ob Anabelle und Henry noch lebten. Sie wollte nicht, dass irgendwas wahr sein könnte. Schon bei dem Gedanken, wieder alles zu verlieren kamen Tränen in Marias Augen. Sie rutschte an den Platz, wo das Bett die Wand berührte und lehnte sich an, sodass sie alles im Blick hatte. Dann nahm sie Emily und drückte sie an sich.
Maria musste wieder an ihr Leben auf der Straße denken, das noch nicht einmal eine Woche her war. Sie erinnerte sich an die vielen Schläge, an die Blicke, meist mit verachten, oder Hass gefüllt. Und sie erinnerte sich an das Blut, was sie immer sah, wenn sie jemanden lieb gewonnen hatte. Die verzehrten Gesichter, von denen, die sie an ihr Herz gelassen hatte und die dann qualvoll gestorben waren. Am schlimmsten fand sie aber die Tage danach, die Beerdigung und die neue Leere. Jeden Abend hörte Maria wieder die schreie von ihren ehemaligen Familien, das Weinen von deren Angehörigen und sah das Blut auf dem Boden, als sie starben. Maria musste an all diese Sachen denken und weinte dabei, bis die Sonne aufging und sie einschlief.
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RE: Eine Geschichte, die ich selbst geschrieben hab
in Tagebuch 03.04.2010 05:12von Paulchen •
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Teil 5 is fertig ^^
Der glücklichste Tag
Als Anabelle in Marias Zimma kam, war es schon Mittags. Anabelle stellte fest, dass Maria immernoch schlief, aber im sitzen und gegen die Wand gelehnt. Als Anabelle dann zu ihr kam, sah sie, dass Maria im schlaf weinte. Sie musste schlecht träumen, deshalb setzte sich Anabelle still neben sie, denn sie wusste, dass sie nichts gegen die Träume machen konnte, außer es mit ansehen zu müssen. Anabelle nahm ihre neue Tochter in dem Arm und strich ihr übers Haar, aber nur ganz leicht, damit sie nicht aufwachte. Maria kuschelte sich in Anabelles Armen und fing an, leicht zu lächeln. Als Anabelle das bemerkte, war sie einfach nur glücklich, Maria schien ihr zu vertrauen und sie zu mögen. Nur ein anderer Moment war für Anabelle noch glücklicher gewesen, aber sie erinnerte sich nicht gerne dran.
Es war der Tag, als sie mit ihrer richtigen Tochter das erste mal am Strand war. Sie war 3 Jahre alt gewesen, ihre Tochter. Es war eine längere Reise gewesen und Anabelle hatte ihre Tochter genauso im Arm gehabt, wie Maria jetzt. Ihr Mann war damals noch sehr munter und hatte viel geredet, was er denn alles mit seiner Tochter unternehmen würde. Natürlich hatte er sich zuerst einen Sohn gewünscht, der seine Arbeit einmal übernehmen konnte, aber als er seine Tochter das erste mal im Arm hatte, sah man ein glückliches funkeln in seinen Augen.
Auf der Reise hatte er seiner Tochter erzählt, wie schön doch das Meer sei und dass es salzig schmeckte.
Als sie am Meer angekommen waren, sprang ihre Tochter aus der Kutsche, sie konnte es kaum erwarten, zu sehn, ob alles genauso war, wie ihr Vater es auf der Fahr erzählt hatte. Dabei viel sie aber hin und verletzte sich am Knie, zwar stand sie gleich wieder auf, aber sie blutete. Deshalb liefen Anabelle und Henry ihr hinterher, es würde schrecklich wehtun, wenn ihre Tochter so ins Meer ging, außerdem könnte es sich nur verschlimmern. Henry erreichte seine Tochter zuerst und hielt sie fest, drehte sie zu sich und sagte ihr mit beruhigener Stimme, dass sie nicht mit der Verletzung ins Meer durfte, sie würden Morgen nochmal an den Strand gehen. Aber ihre Tochter wollte heute, sie fing an zu weinen. Dann kam Anabelle, sie hatte drei Eise mitgebracht, eins davon gab sie ihrer Tochter, das zweite ihren Mann und das dritte behielt sie. "Wir können noch etwas am Strand spazieren gehen, wenn du willst?", Anabelle lächelte ihrer Tochter zu. "Ok, Mutter, aber Morgen kommen wir nochmal hierher, oder?", fragte sie. "Natürlich, Liebling.", wieder lächelte sie, nahm ihre Tochter an die Hand und ging mit ihr und Henry den Strand entlang. Dies war der Glücklichste Tag in Anabelles Leben.
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RE: Eine Geschichte, die ich selbst geschrieben hab
in Tagebuch 08.04.2010 06:28von lula •
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Geh mit lächel durch die Welt,
egal wie schwer es dir auch fällt!
Erfreu die anderen an dein Glück,
und sei am bestern etwas verrückt!
Hast`s verstanden, hast noch fragen?
Dann versuchst doch , fang an zu wagen!
RE: Eine Geschichte, die ich selbst geschrieben hab
in Tagebuch 10.04.2010 06:03von Paulchen •
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und hier is Teil 6, viel Spaß beim lesen und die rechtschreibfehler schön übersehn ^^
Der schrecklichste Tag
Es war schon dunkel, als sie ins Haus kamen, Anabelle trug ihre schlafende Tochter in den Armen und Henry machte mit einem Streichholz die Öllampen an.
Sie hatten den ganzen Tag am Strand verbracht und morgen würden sie nochmal dorthin gehen, bevor sie wieder nach London mussten. Sie konnten bis Morgen im Haus von Bekannten schlafen, da diese gerade auf einer Messe in Deutschland waren. Es hatte einen wunderbaren Ausblick und war bestimmt teuer gewesen, trotzdem standen noch andere teure Gegenstände, als Verzierung im Haus. Henry nahm seine Tochter aus Anabelle's Armen und flüsterte: "Ich lese ihr noch etwas vor", dann sah er seine schlafende Tochter lächelnt an und brachte sie nach oben, wo die Betten waren. Anabelle hatte nichts dagegen zu sagen, schließlich hatte Henry seiner Tochter versprochen, jeden Abend vorzulesen, an dem er da war.
Anabelle hatte sich auch ein Buch mitgenommen, sie hatte es schon oft gelesen, aber es war ihr Lieblingsbuch. Es handelte sich um eine Frau, diese war sehr gläubig, aber ihre Glaube wurde auf eine harte Probe gestellt, sie verlor alles, ihre Familie, ihre Freunde und ihr Heim. Doch betete sie weiter und fand die Freundlichkeit, die in den menschen steckt, auch wenn sie tief verborgen liegt.
Anabelle wachte auf, es war bereits hell, neben ihr lag ein bild, was zeigt, wie ihre Tochter am Meer war. Sofort war Anabelle hell wach und sprang auf, dabei fiel ihr buch Runter. Sie durchsuchte zuerst alle Zimmer unten, dann oben, als sie die Tür aufmachte, wo ihre Tochter schlafen sollte, sah sie nur Henry lag allein auf dem Bett, er musste auch eingeschlafen sein. Anabelle guckte sich weiter im Zimmer um, sie sah die Tasche von ihrer Tochter, sie war offen und die Bundstifte lagen auf dem Boden. Sie weckte Henry und sagte ihm alles, so schnell, wie sie reden konnte, dabei liefen ihr Tränen übers Gesicht. Als sie alles erzählt hatte, sollte Anabelle vorlaufen, Henry würde hilfe holen, natürlich war es normalerweise andersherrum, aber henry hatte nie gelernt, wie man schwimmt. Also lief Anabelle schnell zum Strand.
Sie konnte garnicht realisieren, was dort im Wasser geschah. Ihre Tochter war am ertrinken, etwa 10 Meter weiter weg von Anabelle. Als sie gerade ins Meer spran, um ihre Tochter zu retten, verschwand diese unter die Wasseroberfläche. Anabelle schwamm schneller, tauchte ein paar mal und bekam schließlich den Fuß ihrer Tochter zu fassen. Anabelle holte ihre Tochter erstmal hoch, schwamm dann wieder aus den Wasser, sie Atmete nicht! Anabelle fing an zu schreien und zu weinen, sie flehte ihre Tochter an, wieder aufzuwachen, sie flehte Gott an, sie noch nicht zu holen. Es half alles nichts, bis Henry mit ein paar Männern und Ärzten wiederkam, hielt Anabelle ihre Tochter einfach nur im Arme und weinte, es war also das Ende für das Leben ihrer Tochter, schließlich hatte sich also Gott ihr Junge Tochter Maria geholt. Als Henry dann da war, schaute Anabelle ihn nur mit ihren verweinten Augen an und er blieb stehn, sah zu, wie die ärzte seine Tochter untersuchten, merkte nicht, dass die andren Männer an ihn rüttelten. Er konnte, nein, er wollte es nicht glauben, seine Tochter war tod und es war seine Schuld, weil er ihr so viel vom Meer erzählt hatte.
Die Wochen darauf, sprach er nichts und aß sehr wenig, wenn er nicht arbeiten war, saß er abends an dem Grab seiner Tochter und las aus einem Buch.
Aber, seitdem er einen Traum hatte, wo ihm seine Tochter sagte, dass er ihr nichtmehr vorlesen müsste und er sich keine Sorgen machen sollte, weil es ihr gut ging, aß er wieder und las ihr nichtmehr vor, nur sprach er immernoch nicht viel.
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RE: Eine Geschichte, die ich selbst geschrieben hab
in Tagebuch 06.05.2010 08:31von Paulchen •
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So, 7. Teil, er sollte eigenthlich länger werden, aber ich hatte keinen bock mehr, ewig lange zu schreiben, doch darduch musste ich mir jetzt schnell ne notfall-überschrift ausdenken, hoffe, gefällt euch ^^
Kochen
Maria wachte davon auf, dass Anabelle sie drückte, sie schaute zu ihr hoch und bemerkte, dass Anabelle weinte. „Was ist los?“, Maria vergaß für diesen Moment ihren Traum, Anabelle war für sie da gewesen, als es ihr schlecht ging und durch sie saß Maria jetzt nicht mehr im Green Park, oder klaute Essen. „Ohh, du bist wach, es tut mir leid, wenn ich dich aufgeweckt habe.“, entschuldigte sich Anabelle geschickt, um vom Thema abzuweichen, danach wischte sie sich die Tränen in ihren Gesicht weg und fragte: „Komm, wir haben den ganzen Tag hier verbracht und nichts gegessen, willst du mir beim Kochen helfen?“ Marias Magen grummelte mal wieder, es stimmte, die Sonne war schon dabei, unterzugehen. Sie konnte Anabelle nicht allein kochen lassen, das wäre unhöflich gewesen, nach all den, was sie für Maria getan hatte. Also antwortete Maria auf die Frage: „Gerne, es würde mich freuen, wenn ich helfen kann.“, sie schloss die Augen und lächelte, dass einen warm ums Herz wurde. „Ich zeige dir die Küche, Liebes“, Anabelle nahm Maria an die Hand und führte sie den Flur entlang, sie kamen an vielen Türen vorbei und bogen oft ab, sodass sich Maria den Weg nicht merken konnte. Nur die Küchentür hob sich von den anderen ab, da neben ihr ein Ständer mit Küchenschürzen stand. Anabelle suchte für Maria eine rosane aus und nahm selbst eine braune, wo etwas draufstand. Danach machte sie die Tür auf und vor ihnen ging gerade eine Bedienstete an der Tür vorbei, blieb stehen, verbeugte sich und bettete die die Beiden herein. „Sie haben ihre Schürze an, heißt das, dass sie selbst kochen wollen?“, fragte die Bedienstete etwas verwundert, da Anabelle schon seit einigen Jahren nicht mehr selbst gekocht hatte. Auch Maria war verwundert, da sie aus dem Satz schloss, dass Anabelle nur mit ihr kochen wollte. Sonst hatte sie bei anderen Gesprächen immer gehört, wie sich die Bediensteten in den reichen Häusern drüber beschwerten, wie viel sie kochen mussten, und dass die Hausherren, oder Damen nie auch nur einen Topf anfassen würden. „Ja, wenn es ihnen nichts ausmachen würde, Lauren. Außerdem hab ich ihnen auch erlaubt, dass sie sich nicht verbeugen müssen.“, entgegnete Anabelle mit einen Lächeln, was allen verzeihen würde. Sie lächelte sehr oft, seitdem Maria ihr begegnet war. „Es tut mir leid, werte Dame, natürlich dürfen sie selbst kochen, werden sie allen für heute frei geben?“, fragte Lauren. „Gut, dann werden wir das jetzt tun. Es würde mich zumindest freuen, wenn sie mitkochen würden. “, Anabelle war ernst und spaßig zugleich und Maria konnte sich nicht erklären, wie so etwas ging. Lauren nickte, sagte den anderen Bediensteten in der Küche, dass sie frei hatten und fragte dann: „Was wollen wir denn kochen, werte Dame?“ „Ich hatte daran gedacht, Eierkuchen und Apfelmus zu machen, hätten wir denn dazu die Zutaten?“, auf diese Frage von Anabelle machte Lauren eine Tür auf und holte verschiedene Lebensmittel heraus. Maria erkannte Eier, Mehl, Milch und Äpfel, die anderen Sachen konnte Maria nicht sehen. Was Anabelle wohl mit ihr und Lauren kochen wollte, fragte sich Maria.
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Man, hab ich lange gebraucht, um das fertig zu machen.
Eierkuchen mit Apfelmuß
Maria war mit Mehl, Milch und etwas Ei bekleckst und sah genauso schlimm aus, wie Anabelle und Lauren, aber das Essen war nun fast fertig, die Eierkuchen mussten noch gebacken werden. Während Anbelle und Lauren sie fertig backten, naschte Maria von dem Selbstgemachten Eierkuchen, er war etwas zu süß, aber sie hatten auch zu viel Zucker rein geschüttet, dennoch schmeckte er gut. Lauren goss von den fast fertigen Eierkuchen den Teil teilweise in eine Pfanne, die mit Öl beschmiert war, als der Teig dann fester war, warf sie ihn in die Luft und fing ihn mit der Pfanne wieder auf, es ging nichts daneben. Als Maria das sah, wollte sie es auch versuchen, aber bei ihr wollte es einfach nicht klappen, deshalb hatten sie als alles fertig war weniger Eierkuchen, als sie anfangs dachten. Doch auch wenn es weniger Eierkuchen gab, wurden die drei satt, Henry war gerade weg, weshalb er nicht mitessen konnte und es für die drei reichte. Es war eigentlich ziemlich schade, denn obwohl er nicht viel sprach, war er ein freundlicher Mann, Maria hätte ihm sogar etwas von ihren Eierkuchen abgegeben. Sie fand nur, dass er doch ein bisschen zu hart mit den Bediensteten umging, aber eigentlich konnte sie es ja gar nicht genau wissen, sie hatte ihn nur einmal eine Bedienstete anschreien gehört und trotzdem urteilte sie so über ihn, sie schämte sich ein bisschen. Sie selbst versuchte doch, so wenig, wie möglich über andere zu urteilen. Wenn ihr jemand entgegen kam, wenn sie ein wenig durch London ging, sah sie nach unten, weil sie es unhöflich fand, wenn man jemanden ansah, den man nicht kannte und sich durch das Äußere Vorurteile bildeten. Aber Anabelle sah sie kurz, aber direkt ins Gesicht. Sie sah nicht aus, wie eine reiche Person. „Anabelle, warst du schon immer reich?“, fragte Maria also und Anabelles Gesichtsausdruck nach zu urteilen, war sie sehr überrascht, über diese direkte Frage. Auch Lauren war überrascht, aber antwortete an Anabelles Stelle: „Nein, Frau Smith kommt keinesfalls aus gutem Hause.“ „Aber sie haben doch eine so schöne und große Villa.“, dass die Villa gruselig war, wollte sie nicht sagen, schließlich fragte sie Anabelle schon gerade über ihr Leben aus. „Ja, dass stimmt, aber ich komme aus relativ armen Verhältnissen und kann nur dank Henry so gut leben, als er mich geheiratet hat und seine Eltern starben, bekam er das Geld, weil er das einzigste Kind war.“ „Dass ist ja, wie in einem Märchen, sie waren doch bestimmt einmal seine Bedienstete, oder?“, aber ehrlich gesagt konnte sich das Maria auch nicht vorstellen. „Nein, aber ganz so falsch war das gar nicht, meine Eltern hatten ein kleines Restaurant und Henry hatte Hunger, weil er von seinem Haus abgehauen war. Er hatte etwas Geld mitgenommen und ich musste damals schon etwas arbeiten, ich war schon 15 und damit wir auch etwas Geld für das Essen hatten, musste ich mithelfen. Ich hatte ihm das Essen gebracht, selbstgemachter Eierkuchen mit Apfelmuß, er konnte nicht einmal aufessen, weil die Polizei ihn fand, aber seitdem kam er immer öfter zu uns und bestellte immer das Selbe.“, Anabelle lächelte, als ob sie wieder so jung wäre und es ihrer besten Freundin erzählen würde, „Ich wollte damals den besten Eierkuchen machen, weil er immer lächelte, wenn er ihn aß und wenn ich ihn gemacht hatte, lächelte er noch verführerischer.“, Anabelle kicherte, sie war wirklich in der Zeit zurück gereist, zumindest in Gedanken. Maria entschied sich, nicht mehr weiter nach zu fragen, sie musste sich dringend etwas überlegen, um hier raus zu kommen.
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Die Flucht
Es tat ihr leid, um Anabelle und Henry, sie hatten Maria so freudig aufgenommen und so gut behandelt, aber das wollte sie sich nicht eingestehen, der Fluch hatte viele Flecke hinterlassen, die sich nicht abwaschen ließen, sie wollte nicht noch so einen Fleck haben. Sie hatte die kleine Tasche unter dem Bett versteckt und sich immer heimlich etwas Essen vom Tisch in die Tasche getan, heute war das Ende des 7. Tages, seitdem sie hier war. Natürlich fühlte sie sich schlecht, was konnte man denn sonst in so einer Situation fühlen? Man verließ eine Familie, die nur das beste für einem wollte und sich Sorgen machen würde, sobald einer merkte, dass man nicht mehr da war. Sollte man vielleicht glücklich fühlen? Sollten denn nicht nur hinterlistige Personen so etwas fühlen? Für solche Leute wäre diese Familie wahrscheinlich nur Leute, die ihnen Essen und einen schönen Schlafplatz boten, das man ausnutzen musste. Aber so eine Person war sie nicht, wenn sie nur könnte, würde sie bei einer Familie bleiben, anstatt immer nur auf einen Baum zu wohnen und Essen stehlen zu müssen. Sie würde auch arbeiten, sie wollte nur ein Heim, mit einer Familie, oder Freunden. “Das Phantom, der Straße“, so nannte man sie manchmal. Ältere Geschwister hielten ihren jüngeren Brüder, oder Schwestern die Augen zu, wenn Maria vorbei ging. Ein Mal, hatte sie den Fehler gemacht, sich jemanden anzuvertrauen. Das Mädchen hatte tatsächlich über 3 Wochen überstanden, mit ihr, es war fast ein Monat, Maria dachte, diesem Mädchen würde nichts passieren, sie dachte, sie hätte eine Freundin getroffen. Aber nachdem sie es erzählt hatte, verbreitete es sich, wie ein großes Feuer, in den verschiedensten Versionen und das Mädchen starb, kurz bevor Maria sie besuchen und zur rede stellen wollte.
Anabelle kam ins Zimmer, um nach Maria zu sehen. Sie beugte sich über Maria und flüsterte: „Du solltest bald einschlafen.“ Ihr Lächeln. „Oder kannst du etwa nicht einschlafen?“ Maria schüttelte den Kopf. Ihr besorgter Blick, das machte es Maria nur noch schwerer, zu gehen. „Kannst du nicht mehr sprechen?“, ein scher von Anabelle, aber Maria schüttelte wieder nur den Kopf. Anabelle sah auf einmal sehr ernst aus. „Der Patientin muss sofort geholfen werden, es ist kritisch“, nun zog sie die Decke von Maria ein bisschen weg und fing an, sie zu kitzeln. Natürlich musste sie loslachen, sie war kitzelig, sehr sogar, egal, wie nachdenklich oder traurig sie war. Anabelle hörte auf, mit einem zufriedenen Lächeln auf dem Mund deckte sie Maria wieder richtig zu, machte die Öllampe aus und verließ das Zimmer. Maria lauschte den immer leiser werdenden Schritten, bis sie verstummten. Eine kleine Weile verharrte sie noch so, schlief schon beinahe ein, aber erinnerte sich, dass es der 7. Tag war. Das letzte Fenster, war eigentlich eine Tür, das konnte sie herausfinde, als sie darüber gegrübelt hatte, wie sie denn hier herauskomme konnte und dabei die Fenster abgesucht hatte. Sie holte ihre Tasche unterm Bett hervor und öffnete so leise, wie möglich die Tür. Sie durfte aber auf keinen Fall wieder zurück in den Green Park, dort würde man sie am ehesten erwarten. Also würde sie zur “Blue Rose“ gehen. Zu der blauen Rose, an der ihre Erinnerungen angefangen hatten. Zu Jack, ihrem Retter.
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so, teil neun schon, ich hoffe, das überhaupt noch jemand das liest ^^
Jack
„Wenn du das nicht willst, solltest du dich nicht mitnehmen lassen.“, Jack sanfte Stimme streichelte sie, wie ein warmer Windhauch. Maria stand einfach nur weiter vor ihn und sah auf den Boden, leise, aber immer noch hörbar sagte sie dann: „Entschuldigung.“ „Es ist schon gut, du bist eben noch ein Kind.“, Jack zog sie an sich ran, er wusste immer, was sie gerade brauchte. „Danke.“, die hatte ihn wirklich vermisst, jedes Mal, wenn er fuhr und wiederkam war sie an seiner Anlegestelle. Er gab ihr Sicherheit, sie würde am liebsten bei ihm bleiben und doch... Er war älter als sie, 10 Jahre, er war ein großer Bruder, dem man kaum zu Gesicht bekam und den man doch liebte. Seine braunen Augen und seine braunen, mittellangen Haare gaben ihm etwas wildes, unbändiges, jedes Mal, wenn sie ihn ansah, wusste sie, dass er niemals hier bleiben würde. Deshalb sollte sie sich jetzt von ihn lösen. „Wann fährst du wieder?“, sie musste es fragen, jedes mal. „Erst wieder in ein paar Tagen, hast du Hunger?“ Maria hatte eigentlich keinen Hunger, aber ein paar Tage waren nicht viel, Jack war der Einzige, bei dem sie die Gedanken, an all das schlechte vergessen konnte, zumindest für eine kurze Zeit. Maria schüttelte den Kopf. „Darf ich trotzdem mitkommen?“, sie hob langsam den Kopf, bis sie seinen Gesichtsausdruck sehen konnte, er lächelte, wie immer. Es fing an, zu regnen. „Du solltest erst einmal mitkommen, bevor du völlig nass wirst, von hier aus ist es ziemlich weit bis zum Green Park.“, Jacks Stimme veränderte sich nie, sie blieb die gleiche, egal, wie er sich fühlte, sie war die sanfteste, die Maria je gehört hatte. „Oder, willst du lieber hier stehen bleiben?“, er ging in die Richtung der Schiffe. „Nein.“, ihre Stimme war immer noch leise. „Tut mir leid, ich verstehe dich leider nicht.“, er drehte sich nicht einmal um, Maria hatte angst, dass er sie wirklich hier stehen lassen würde, also lief sie ihm hinterher. Als sie bei ihm ankam, nahm sie den Zipfel seines Ärmels. „Nein!“, sie schrie schon fast. „Schon gut, ich bin doch nicht taub, ich verstehe dich sehr gut. Jetzt komm aber, sonst bleibst du wirklich hier.“, Jack war manchmal ziemlich gemein, er kannte die Schwächen der meisten Menschen und neckte sie damit, aber wenn er zu weit ging, entschuldigte er sich auch. Maria folge ihm in sein Schiff, dabei wagte sie es nicht einmal den Zipfel loszulassen. Der Hafen war groß, aber die “Blue Rose“ war leicht zu erkennen, auch wenn die Farbe abblätterte, waren die Masten immer noch mit einem blauen Schimmer übermalt worden.
„Du hast dich kein bisschen verändert,“, Jack sprach es als Tatsachen aus, „du hast immer noch angst davor, verlassen und verletzt zu werden, deshalb verlässt du lieber Andere und verschließt dich vor den Verletzungen, die diese Menschen haben könnten, wenn du sie verlässt.“, Er goss ihr einen heißen Tee ein, einen, den er im Ausland gekauft hatte. „Du verschließt alles, was dir schaden könnte, deine Gefühle, deine Angst, deinen Kummer, deine Freude. Trotzdem sitzt du nun hier, mit mir, der nie länger als eine Woche in London bleibt, wo du wohnst und deshalb auch nicht von deinem Fluch erfasst wird. Ach ja, ehe ich es vergesse, du solltest mal ein bisschen besser auf Emily achten, sie kam schon vor dir bei mir an.“, er nahm das Kissen von der Eckbank weg, worunter sich Emily versteckt hatte. Als Emily Maria sah, sprang sie auf, über den Tisch und auf ihren Schoß. Mit genau der gleichen, leisen Stimme konnte sie ihm antworten: „Es tut mir leid,“, sie lächelte kurz, sprach aber dann weiterhin leise weiter, „sie mag dich wohl genau so sehr, wie ich dich.“ „Du magst mich nur, weil ich der einzige Überlebende bin und ich dich dazu noch damals aus dem Fluss gefischt habe.“, er sprach beunruhigend ruhig, im Vergleich zu dem, was er gerade gesagt hatte. „Nein, dass stimmt nicht!“, Maria wusste nicht, was sie tun sollte, sie hielt den Kopf nach unten gerichtet und sah stur auf Emily. „Endlich zeigst du mal Gefühle. Ich weiß, du hast schlimmes gesehen und schlimmes erlebt, obwohl du noch so jung bist, aber gerade weil du so jung bist, kannst du das Schlimme mit guten überdecken.“, Maria hatte nicht bemerkt, dass Jack aufgestanden war und sie nun umarmte. „Für heute darfst du hier schlafen, ich schlafe auf der Bank.“, sein lächeln beruhigte sie.
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nix spannendes, aber ich wollte eigentlich auch was anderes machen, dann hatte ich aber gesehen, dass dies schon angefangen war (noin, ich hab wörtliche rede vergessen, egal, das nächste mal)
Vorweihnachtszeit
Es war noch früh am Morgen, aber an der Anlegestelle waren schon alle arbeiten, jeder war darauf angewiesen, den ganzen Tag zu arbeiten und das Geld zu verdienen. Jack würde wahrscheinlich auch arbeiten müssen, schließlich durfte man nicht einfach umsonst hier anlegen. Emily war ihr treu nach draußen gefolgt, sie verließ Maria nicht einmal mehr für Futter. Früher, da war das anders gewesen, Emily war noch ganz jung und ausgestoßen worden, sie hatte zu niemanden vertrauen, sie war das genaue Gegenteil, von Maria, damals. Zuerst hatte sie versucht, Emily einzufangen, da sie aber viel flinker war, als Maria, musste sie aufgeben. Irgendwann bemerkte Sie aber, wie dünn Emily war, deshalb legte sie ihr essen auf den Boden und entfernte sich ein paar Meter. Wenn Maria daran dachte, wie lange sie warten musste, bis Emily sich hervortraute, musste sie schmunzeln, denn jetzt musste Maria nicht einmal was sagen, damit Emily zu ihr kam.
Es fing an zu schneien, ein paar Männer fluchten und verschlossen Kisten, die im Hafen herumlagen. Maria entschied sich dafür, den Hafen zu verlassen. Jack hatte ihr sehr geholfen, auf seine ruhige, harte und bestimmende Art. Sie würde wiederkommen, wenn er im neuem Jahr wieder hier anlegen würde.
Viele verglichen die Bewegungen des herabfallenden Schnees als eine Tanzaufführung, aber für Maria sah es mehr danach aus, dass die Bewegungen den Schneeflocken vom Wind aufgezwungen wurden. Emily schien das nichts auszumachen, sie versuchte jede Einzelne daran zu hindern, auf den Boden zu fallen, indem sie die Schneeflocken im Mund auffing. Dann bemerkte Emily aber, dass es kalt und nass war und schüttelten ihren Kopf, als würde das irgendetwas bringen. Schließlich wiederholte sich das dann ständig, bis Maria und Emily in der Innenstadt waren. Der Green Park war eigentlich nicht über die Innenstadt zu erreichen, aber Maria mochte es, den Menschen dabei zuzusehen, wie sie vor Weihnachten Geschenke, Tannenbäume und Festessen kauften. Sie mochte es, aber es tat ihr auch weh, wenn sie sich vorstellte, dass sie vielleicht diesen Braten essen und dann das Geschenk unter genau diesen Tannenbaum aufmachen würde. Es wäre schön. Maria setzte sich auf eine Bank, dick in ihren Klamotten eingepackt, die sie von Anabelle und Henry hatte, mit Emily auf dem Schoß. Dort drüben war gerade eine ältere und pummelige Frau ausgerutscht, langsam versammelte sich um ihr eine Menschenmenge, anscheinend hatte die Frau das nicht ganz so verkraftet. Ein Mann lies seine Tasche mit den eingekauften stehen, schnell lief Maria zu ihr hin, Emily hinter sich. Sie nahm sich die Tasche und lief Richtung Green Park, so etwas, wie der Frau konnte ihnen nicht passieren, Maria und auch Emily hatten gelernt, dass es viel sicherer war, wenn sie mehr auf dem Boden schlitterten, als liefen.
In der Tasche war nicht viel, der Mann hatte wohl gerade erst angefangen, einzukaufen, aber es müsste ausgedehnt für fünf Tage reichen.
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Achtung, Blutig! Jor, ka, vllt. schlechten einfluss gehabt? xD
Schwarze Nacht im roten Schnee
Die Laternen wurden schon angemacht, Maria saß mit Emily auf dem Schoß in ihrem Baum. Die Tasche, die sie geholt hatten war fast unbrauchbar, eine unfertige Gans, ein paar Kerzen, Nüsse und nur Kleinigkeiten, die man nicht wirklich brauchte, zumindest in Marias Augen. Sie hatte nicht einmal Streichhölzer zum anzünden der Kerzen, also verfrachtete sie die Tasche erst mal woanders hin. Maria blickte durch die noch übrig gebliebenen braunen Blätter des Baumes in den Himmel, noch waren die Laternen an und sie konnte die Sterne nicht richtig sehen, aber in ein paar Stunden würde das nicht mehr so sein. Jedes Jahr, an Weihnachten wurden sämtliche Straßenlaternen ausgemacht, deshalb hatte der Mann auch Kerzen gekauft. Maria brauchte keine Kerzen, bei Mondschein konnte man sowieso besser sehen, als bei dem flackernden Lichtern der Laternen. Etwas weiter vor ihr, auf dem Weg, der durch den Park ging eilte einer der Laternenmänner vorbei, er nuschelte noch so was, wie „Nur noch 10 Minuten“. Die Zeit verging schnell, bald war es Elf Uhr, danach wäre es Mitternacht, man würde Gelächter und Getuschel hören, wenn man an den Häusern vorbei ging. Das waren dann entweder die neugierigen Kinder, oder die letzten Erwachsenen, die noch etwas unter den Baum legen. Einmal, da hatte Maria durch ein Fenster zugeschaut, einmal, nachdem sie im Jahr davor einen roten Weihnachtsmorgen erlebt hatte. Sie wollte in diesem Jahr unbedingt das Gelächter der Menschen durch den Scheiben aus Glas sehen. Aber es war alles so ähnlich, das Beobachten und der Morgen, sie hatte sich Erinnert, an den Morgen, an dem es roten Schnee gab. Maria hatte bis dahin noch nie Weihnachten miterlebt, deshalb wollte sie es einmal haben, einmal lachen und Geschenke bekommen, obwohl die Zeit für ihr bleiben um war. Ihre vernünftige Stimme hatte sich gemeldet, „Hau ab!“ hatte sie gesagt, doch das Kind in ihr hatte gewonnen. Und als die Laternen ausgingen und nachdem die letzte Geschichte im Kerzenlicht fertig gelesen war, ging die Familie und Maria schlafen. Aber Maria wachte früh auf, es gab keine Sonne und die Laternen waren immer noch aus, es schneite. Sie sah es aus dem Fenster, dann sah sie sich um, die Betten sahen noch so aus, als ob ihre neuen Geschwister noch schliefen, also schlich sie leise nach unten. Maria hatte das noch nie erlebt, unten waren Geschenke und hinter dem großem Fernster fiel der reine, weiße Schnee. Sie schüttelte ein Geschenk, wo ihr Name drauf geschrieben stand, es klingelte. „Mau“, Emily kuschelte sich an Maria dran, dann fing sie an zu fauchen. Maria wachte aus ihrem Glück auf, irgendetwas rotes tropfte hinter dem Fenster hinunter, nun schauderte es ihr. Sie stand langsam vom Boden auf, das Geschenk noch in der Hand. Sie wollte eigentlich nicht raus, aber ihr blieb nichts anderes übrig, was sollte sie schon machen? Wieder ins Bett gehen, nachdem sie so etwas gesehen hatte? Das ging nicht, also drehte sie behutsam den Schlüssel der Haustür um, Emily folgte ihr auf sanftem Pfoten. Sie drehten sich beide nach rechts, da hin, wo das Fenster war... Es erschreckte Maria immer wieder aufs neue, wie grausam man umgebracht werden konnte. Die Laternen gingen plötzlich alle wieder an und Maria lief. Sie lief zurück zum Park, sie lief weg von dem ganzen Blut. Dort angekommen vielen ihr wieder die schrecklichen Bilder ein. Lukas, ihr kleiner Adoptivbruder lag in einer mit Stroh gefüllten Krippe, nackt, die Augen geschlossen und das Innere des Bauches herausgeholt. Margarita, ihre Mutter, stand daneben, oder hing, sie wurde aufgehängt, die Hände so zusammengebunden, dass es aussah, als würde sie beten. Frank, der Vater, war ein Weihnachtsbaum, ihm wurde ein goldener Stern in den Kopf gerammt, seine Arme waren jeweils ausgestreckt angebunden und mit brennenden Kerzen geschmückt, das Wachs hatte sich schon in die Haus gefressen. Und Erika, ihre ältere Adoptivschwester, war auch nicht verschont worden. Es gab einen Schneemann, mit Erikas Armen, ihrer Nase, ihrem Mund, ihren Augäpfeln, ihren Ohren und ihren Harren. Daneben stand der Rest ihres Körpers, mit Ästen, anstatt Armen, Steine für Mund, Nase und Augen. Blätter für die Ohren und Schnee, der wie ihre Haare geformt war. Und alles in rot.
Maria holte eine kleine, grüne Schachtel mit einen roten Band hervor und öffnete es. Es war das Geschenk von damals, sie hatte vergessen, es dort liegen zu lassen. In der Schachtel war ein Halsband mit einer Glocke für Emily, sie klingelte immer noch so klar, als wäre an dem Abend nichts passiert.
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